Schulkonzept

Montessori-Orientierung

Unser pädagogisches Leitbild orientiert sich an der Grundhaltung Maria Montessoris: „Hilf mir, es selbst zu tun.“

Achtung vor der Individualität jedes Kindes und Förderung seiner Selbstständigkeit prägen unseren schulischen Alltag – jedes Kind wird in seinem Tempo und mit seinen Interessen ernst genommen und begleitet.

Vertrauen in die Eigenaktivität der Kinder und deren inneren Entwicklungsplan bedeutet für uns, Lernumgebungen zu gestalten, in denen eigenständiges Entdecken, Ausprobieren und Forschen möglich wird, und in denen Erwachsene als aufmerksame Beobachter und unterstützende Begleiter auftreten.

JüL (Jahrgangsübergreifendes Lernen)

Jahrgangsübergreifendes Lernen findet bei uns in den Stufen 1-2, 3-4 sowie 5-6 statt.

Das bedeutet, dass Kinder verschiedener Jahrgänge gemeinsam lernen und voneinander profitieren. Dieses Lernen in altersgemischten Gruppen stärkt soziale Kompetenzen, Rücksichtnahme und Verantwortungsgefühl, weil ältere Kinder Jüngere unterstützen und Jüngere sich an Älteren orientieren.

Gleichzeitig können alle Kinder auf ihrem individuellen Lernstand arbeiten und werden in ihrem eigenen Lerntempo gefördert.

Lernmethoden

Offene und individualisierte Lernmethoden mit Lernbüros, projektorientiertem Lernen, Ateliers und Werkstätten ermöglichen den Kindern, in ihrem eigenen Tempo und nach ihren Interessen zu arbeiten.

In Lernbüros bearbeiten die Schülerinnen und Schüler individuelle Aufgabenpläne, wiederholen Inhalte oder vertiefen Schwerpunkte und lernen so zunehmend selbstständig und verantwortlich zu arbeiten.

In projektorientierten Phasen, Ateliers und Werkstätten setzen sie sich kreativ und handlungsorientiert mit Themen auseinander, arbeiten gemeinsam an Produkten und erleben Lernen als sinnstiftenden Prozess.

Lernkultur

Selbstgesteuertes und selbstorganisiertes Lernen mit Portfolio-Arbeit, individuellen Lernwegen und regelmäßigen Reflexionsphasen stärkt die Eigenverantwortung der Kinder für ihren Lernprozess. In Portfolios dokumentieren sie ihre Lernprodukte und Fortschritte, wählen Beispiele für gelungene Arbeiten aus und machen so ihre persönliche Entwicklung sichtbar. Über klar strukturierte Lernwege und wiederkehrende Reflexionsphasen planen die Kinder ihre nächsten Schritte, setzen sich Ziele und denken darüber nach, wie sie gelernt haben und was sie noch verbessern möchten.

Demokratiebildung

Demokratiebildung und Partizipation durch Schülerparlament und Mitbestimmung sind wesentliche Bestandteile unseres Schullebens. Im Schülerparlament kommen gewählte Klassensprecherinnen und Klassensprecher regelmäßig zusammen, bringen Anliegen ihrer Klassen ein, diskutieren Ideen für das Schulleben und treffen gemeinsam Entscheidungen. Durch diese aktive Mitbestimmung erleben die Kinder Demokratie im Alltag, lernen ihre Meinung zu vertreten, Kompromisse zu finden und Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen – und gestalten so ihre Schule aktiv mit.

Inklusion und Diversität

Inklusion und Diversität als gelebte Werte bedeuten, dass alle Kinder mit ihren unterschiedlichen Stärken, Bedürfnissen und Hintergründen bei uns willkommen sind und wertgeschätzt werden. Wir verstehen Vielfalt als Bereicherung und schaffen eine Lernumgebung, in der jedes Kind individuelle Unterstützung erhält und sein volles Potenzial entfalten kann. Durch gemeinsames Lernen, gegenseitige Rücksichtnahme und respektvollen Umgang miteinander erleben die Kinder Unterschiedlichkeit als Normalität und entwickeln ein Bewusstsein für Chancengleichheit und soziale Gerechtigkeit.

Stundenplan-Beispiele

Zwei beispielhafte Stundenpläne für die 1. Klasse mit dem Fach Lebenskunde und ohne das Fach Lebenskunde.

Flexible Zeiteinteilung bedeutet, dass sich offene Lernzeiten für individuelle Vertiefung mit gebundenen Lernzeiten für gemeinsame Einführungen und weitere Vertiefungen abwechseln.

In diesen Phasen können die Kinder im eigenen Rhythmus arbeiten, zwischen Individual-, Partner- und Gruppenarbeit wechseln und so passende Lernformen für sich nutzen. Regelmäßige Reflexionszeiten unterstützen sie dabei, ihr Lernen selbst zu steuern, Feedback zu geben und anzunehmen und so eine wertschätzende Feedbackkultur zu entwickeln.

Beispielhafter Stundenplan der 1. Klasse ohne das Fach Lebenskunde.
Beispielhafter Stundenplan ohne Lebenskunde
Beispielhafter Stundenplan der 1. Klasse mit dem Fach Lebenskunde.
Beispielhafter Stundenplan mit Lebenskunde (LK)